So geht’s Autoimmunerkrankungen an den Kragen

Früher waren es die Infektions- und heute die Autoimmunerkrankungen, welche die Industrienationen beschäftigen. Oft sind Lebensstilfaktoren entscheidend. Insbesondere die Ernährung. Die gute Nachricht: wir alle können sie beeinflussen.

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Eine Autoimmunerkrankung ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise gesunde Zellen angreift und körpereigenes Gewebe beschädigt oder teilweise ganz zerstört. Stille Entzündungen gelten zunehmend als Mitverursacher. Die unterschwelligen Entzündungsprozesse verlaufen meist unbemerkt und beginnen mit unspezifischen Symptomen. Sie sind äusserlich in der Regel nicht sichtbar und Entzündungsparameter wie das C-reaktive Protein (CRP) häufig normwertig. Die Entzündungsreaktionen, welche durch die Fehlleitung des Immunsystems entstanden sind, können alle Organe betreffen. Betroffene leiden häufig unter Gelenk- und Gliederschmerzen oder chronischen Infekten. Aber auch häufige Durchfälle können auftreten, wenn der Darm betroffen ist. Dadurch kann die Schlafqualität leiden, was wiederum zu Erschöpfung, Konzentrationsschwäche oder allgemeiner Abgeschlagenheit führen kann. Frauen sind mit häufiger betroffen als Männer. Zu den häufigsten Formen gehören folgende Erkrankungen:

  • Rheumatoide Arthritis
  • Psoriarsis Arthritis
  • Psoriarsis
  • Colitis ulcerosa
  • Morbus Crohn
  • Zöliakie
  • Diabetes mellitus Typ 1
  • Hashimoto Thyreoiditis
  • Axiale Spondyloarthritis

Die möglichen Ursachen sind vielfältig

Im Allgemeinen resultieren Autoimmunerkrankungen aus einem Zusammenspiel zwischen einer genetischen Veranlagung und Umweltfaktoren. Ein regelmässiger Konsum von Fastfood, industriell gefertigten Nahrungsmitteln, sowie ein erhöhter Zucker- und Fleischkonsum können für die Zunahme von Autoimmunerkrankungen in den Industrienationen mitverantwortlich sein. Die Zufuhr von entzündungsfördernden oder -hemmenden Lebensmitteln können die Krankheitsaktivität, Entzündungsprozesse sowie oxidativen Stress beeinflussen. Nicht nur die Ernährung, sondern auch Schlaf-, Bewegungsmangel, chronischer Stress oder die Missachtung zirkadianer Rhythmen können zur Entstehung beitragen.

Ernährung als zentraler Lösungsansatz

Die mediterrane Ernährung gilt als genussvoll, alltagstauglich und entzündungshemmend. Dieser Ernährungsweise ist reich an Gemüse, Früchten, Nüssen, Samen, bestimmten hochwertigen Pflanzenölen (Rapsöl und natives Olivenöl), Hülsenfrüchten, nahrungsfaserreichen Getreideprodukten und Fisch und hat sich in diesem Bereich auf der Grundlage zahlreicher Studienergebnisse als besonders wirksam erwiesen. 

 

Die Nahrungsmittel sind nicht oder nur minimal verarbeitet. Ausserdem liegt der Fokus bei frischen, saisonalen, regionalen und qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln. Der Verzehr an Milchprodukten und Fleisch ist insgesamt moderat. Die mediterrane Ernährung zeichnet sich zudem durch einen hohen Anteil an Olivenöl und Fisch aus, die reich an Omega-3 und Omega-9-Fettsäuren sind. In der folgenden Abbildung wird das Prinzip der mediterranen Ernährung verdeutlicht:

Ernährungspyramide

Grossangelegte Studien zeigten, dass die Ernährungsweise mit einer Dauer von drei bis sechs Monaten die Lebensqualität verbessern und möglicherweise die Krankheitsaktivität bei Autoimmunerkrankungen verringern kann. Die Vorteile werden am ehesten durch eine positive Veränderung des Darmmikrobioms herbeigeführt.

Die mediterrane Ernährung ist bis heute nicht eindeutig definiert. Diese Tatsache erschwert die Auswertung von Studienergebnissen. Die Wissenschaft zeigt jedoch, dass bereits die grundlegenden Prinzipien zahlreiche positive Effekte auf unserer Gesundheit ausüben können.


Unterstützung im Merian Santé

Falls Sie Begleitung bei der Festlegung Ihrer Ernährungsstrategie wünschen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Gemeinsam evaluieren wir Ihre Situation und stimmen die Ernährungsempfehlungen individuell auf Sie ab. Hier finden Sie weiterführende Informationen.